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Hiddenhausen

Am 4.9. trete ich zum ersten Mal in meinem Leben in Hiddenhausen auf, diesem kleinen schnuckeligen Städtchen zwischen Herford und Bünde, das bereits vielen Kollegen einen Abend lang künstlerische Heimat war.

Im Vorfeld dieses Auftritts hatte ich Gelegenheit, der Lokalzeitung in einem Interview Fragen zu beantworten.

Verbrennt mehr Kindles

Hätte ich auch nie gedacht, dass ich das mal sage, aber ich sag’s: Bin ganz dem Lance seiner Meinung. So isses! Bin ja früher, als der Michi noch fuhr, jeden Sonntag aufgestanden, um Formel 1 zu gucken. Den Michi, den mochte ich als Fahrer. Im Gegensatz zu diesem ganzen verwöhnten jungen Fahrergemüse von heute. Der Michi, das war noch ein Fahrer. Sprich: Ich hab jetzt Sonntags wieder was vor. Wenn ich nicht schon was vor habe.

Am Mittwoch feierte Bielefelds gesammeltes Autorenkartell bei unserem Lieblings-Griechen (im Sinne von Grieche, nicht griechisches Restaurant) die erste große Lesebühnensause. Nach jahrelanger Feindschaft und unzähligen Toten ein bewegender Augenblick. Sacha Brohm lässt den Abend Revue passieren und enthüllt, dass Lampe genauso knapp einer Katastrophe entgangen ist wie die Menschen gestern abend in der Dunlopstraße in Bielefeld-Sennestadt.

Tja, und heute abend geht der Spaß genauso munter weiter. Junge Menschen lesen irgendwo im Wald. Ausgerechnet ich, der ja die Natur eher so ein bisschen hasst. Aber nun gut. Brackwede soll’s sein.

Abschließend noch was zur Überschrift. An alle Überschriften-schnell-scannen-kurz-trollen-und-wieder-weiter-surfer: Da steht nicht Kinder! Kindle steht da. Das ist dieses satanische Teufelszeug. Ich hasse E-Books! Sie sind der Untergang des Abendlandes, und zwar immer zwei Mal mehr als Lady Gaga. Ich bin da total anderer Meinung als zum Beispiel der Marc (dessen Blog ich aber um Gottes Willen nicht deshalb boykottiere, sondern erst seitdem er ohne jegliche Vorwarnung auf seiner Startseite Spinnencontent hatte. Ich zittere immer noch). Wo war ich. Ach ja. Ich hasse E-Books. Da fehlt mir die Haptik, die Athmosphäre. Ich liebe es, Menschen zu besuchen, sie pauschal vorab zu hassen, um sie dann nach einem Blick auf einen prall gefüllten Bücherschrank wieder lieb zu gewinnen. Ein Buch gehört auf Papier und in einen Umschlag. Wenn ich mir nur mal so als Beispiel Foers zeitloses Meisterwerk als E-Book vorstelle kotze ich meinem Mitbewohner heute abend noch ins Zimmer. Furchtbar. Und dann diese Argumente. Toll, jetzt braucht man keine tonnenschweren Bücher mehr zur Uni / Schule / Gerichtstermin schleppen. An die bald arbeitslosen Mitarbeiter von Amigo, Scott und 4You denkt wieder niemand.

E-Books sind keine Bücher. Insofern darf ich – um mal einen Zusammenhang herzustellen – mit einem Seufzer verkünden, dass es mein Buch “Das Leben ist keine Waldorfschule” demnächst als kein Buch, sprich: E-Book, gibt. Zum Glück aber auch noch in Echt. So zum inne Hand nehmen. Glaub aber ohnehin nicht, dass irgendjemand mein E-Bxxxxxxxxk kauft. Falls sich die E-Bxxxxxk-Fassung aber tatsächlich wider Erwarten mehr als 70 mal verkaufen sollte (was knapp unter 1 % der Gesamtverkaufssumme meines Buches entspräche), bin ich gern Hure. Whatever.

Liebe Daphne

in meinem Gästebuch fragst du:

Braucht man für die Show am 31.7. Karten? Oder reicht es wenn man da so hin kommt? Wann genau isn die (Uhrzeit etc…)

Stimmt, hätte ich hier ja auch mal erwähnen können. Also, los geht es um 20 Uhr. Das kann ich dir sagen. Was ich dir nicht sagen kann ist, ob man für die Veranstaltung Karten braucht. Ich hab ehrlich gesagt überhaupt keinen Plan ob der Spaß Eintritt kostet. Bitte einmal bei den Veranstaltern nachhaken. Man sieht sich!

Darüber hinaus weise ich hier nochmal auf dieses historische Ereignis hin:

konsulatopenair

Die Zeit vergeht

Und ich habe hier schon ewig nix mehr gebloggt. War aber auch stressig zuletzt. Die letzten zwei Monate waren beinahe ausschließlich einem hauptberuflichen Projekt gewidmet, wurden aber immer wieder durch gar wundbare Momente unterbrochen. Ich werd jetzt mal versuchen, in aller Kürze die Live-Events und erwähnenswerten Buch-Momente der letzten Wochen zu rekapitulieren.

4. Juni 2009 – LMBN, Dortmund

So darf man wohl in die Sommerpause gehen. Wieder mal volles Haus und mit Andy Weber einen sehr geschätzten langjährigen Bühnenkollegen als Gast am Start. Man, man, man, war das ein schönes erstes LMBN-Halbjahr. Im September geht’s weiter, und wir freuen uns drauf.

18. Juni 2009 – Buchnacht des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, Kulturbrauerei, Berlin

Irgendwie scheint es sich einzubürgern, dass die DB sich immer dann was besonderes ausdenkt, wenn ich die gemütlichste Fahrstrecke überhaupt (Bielefeld – Berlin, ICE, 2 h 50 min) vor mir habe. Aber während sie am 16. Mai noch nicht mal etwas dafür konnte, zauberte sie an jenem Donnerstag eine Verspätungsbegründung aus dem Hut, die wirklich alle bisherigen Vögel abschoss und die ich euch gern mal in privater Runde erzähle. War aber kein Problem, da Flixi und ich erst um 0:45 Uhr dran waren. Und das war für viele Zuschauer eindeutig zu spät. Dennoch eine tolle Veranstaltung, Katha vom Börsenverein ist eine hervorragende Gastgeberin, und dank Bier im VIP-Zelt duze ich jetzt den einen von zwei Carlsen-Verlagschefs.

19. Juni 2009 – Highlander-Slam, Zentrum Altenberg, Oberhausen

Auf nach Oberhausen hieß es nach einem gemeinsamen Arbeitsmorgen und Mittagessen mitm geschätzten Flix. Doch auf dem Weg dahin sollte ich noch einen sehr charmanten Zwischenstopp einlegen. Am Wasserturm in Gütersloh, dort, wo ich 2004 eine meiner ersten gemeinsamen Lesungen mit Micha-El Goehre und Eric Pfennig hatte, las ich zur Neueröffnung zwei Texte, um direkt danach wieder in den IC zu hüpfen und mich gen Oberhausen aufzumachen. Abends stieg dort die Stadtmeisterschaft. Lange Rede kurzer Sinn: Ich belegte Platz 2 hinter Andy Weber, und da dieser bereits anderweitig für den Slam 2009 in Düsseldorf qualifiziert ist habe ich die große Ehre, Oberhausen bei den Deutschen Meisterschaften zu vertreten.

20. Juni 2009 – Altonale, Kulturfest, Hamburg

Nach einer wunderbaren Aftershow mit Florian Cieslik und einem bizarren Frühstück in einem der bizarrsten Hotels ever ging es Richtung Norden. Um 17 Uhr sollte ich im Rahmen der Altonale in einem Linien-Bus lesen. Und was soll ich sagen? Eins der schönsten Lesungen ever! Ein pickepackevoller Linienbus (die standen bis vorn zur Frontscheibe), eine Stunde Fahrt, 45 Minuten davon Texterei, inkl. Zwischenstopp in Blankenese. Toll! Warum nicht öfter im Bus?! Abends war dann nach Stopp-Klock-Slam in der Kloppstockkirche (ich liebe die Hamburger, die hauen solche Gags raus, ohne mit der Wimper zu zucken). Sensationelle Athmo. Und wieder was dazugelernt: Wenn man selber auf der Kanzel keinen Hall hört, heißt das noch lange nicht, dass der Zuschauer keinen Hall hört. Und damit auch dich nicht. Wat willste machen.

27. Juni 2009 – Extraschicht, Poetry Slam-Showcase, Essen

Die Extraschicht ist eins dieser Riesen-Superduper-Kulturfestivals, mit denen im Ruhrgebiet Geld verbraten wird, das man sonst in öde Kindergärten stecken müsste. Frank Klötgen, Michi Ebeling, Andy Strauß, Wwalt Koslowsky und ich hatten die Ehre, die Farben des Poetry Slams in drei zwanzigminütigen Showcases vertreten zu dürfen. Und es gab tatsächlich Laufpublikum, das stehenblieb und zuhörte, welches sich aber nicht ganz gegen das eher anderen Dingen zugewandte Laufpublikum durchsetzen konnte. Was soll’s. Immerhin war es eine tolle Zughinfahrt mit Frank und Micha, und Andy und ich hatten die Gelegenheit, Open Air eins der fettesten Unwetter der letzten Zeit mitzuerleben.

28. Juni 2009 – Buchhandlung Lentner, München

Ich mag ja diese kleinen feinen Buchhandlungen, bei denen du merkst, dass die tatsächlich noch die Bücher lesen, die sie verkaufen. Das Buch-Café Lentner hatte mich eingeladen, und ich kam gern. Morgens am Bielefelder Hauptbahnhof großes Hallo, Marc Uwe Kling und Nils Heinrich auf dem Weg nach Hause von ihrem Zweischlingen-Auftritt, bis Hannover genug Gelegenheit bei Frischgepresstem im Bordbistro zu klönen. Abends in München dann ausverkaufte Buchhandlung und eine äußerst angenehme Lesung bei tropischen Temperaturen. Danke an Bumillo für den Support!

Tja, das war er, der Juni, in Sachen Lesungen. Schön war’s. Und im Juli geht’s munter weiter, aber dazu später mehr!

Warum man das macht

Mischa-Sarim Vérollet bei EinsLive

Mischa-Sarim Vérollet bei EinsLive

Vor 9 oder 10 Jahren hörte ich erstmals die Sendung Klubbing auf EinsLive. Zu dem Zeitpunkt machten Marc Oliver Schuster und ich – ich war 17 oder 18 – erste zarte Gehversuche in der Welt der Literatur und fortan gab es diesen einen kleinen, wenn auch ausreichend großen, weil zwischenzeitlich unerreichbaren Traum, selbst einmal im Kultkomplex-Café zu sitzen, mit Mike Litt zu quatschen und aus einem meiner Bücher zu lesen.

Was soll ich sagen. Es gibt kaum Schöneres, als wenn sich Träume erfüllen.

Danke, EinsLive. Danke, +-300.000 Hörer oder so. Danke allen, die vor Ort, vorm Radio, via Twitter, E-Mail und SMS dabei waren. Danke allen, die mein Buch noch in der selben Nacht bis auf Platz 143 bei amazon schickten. Danke, Bier!

Man wird oft gefragt, warum man das macht, dieses Schreiben und Auftreten, dieses Seelen strippen, warum man das – neben dem tatsächlich sekundären aber nicht zu unterschätzenden finanziellen Vorteil – macht. Die Antwort ist einfach. Beispielsweise wegen Mails, wie der, die ich am Wochenende, nach Klubbing via myspace erhielt:

Ich möchte Dir was erzählen: Der gestrige Abend stand kurz davor sehr einsam und alkoholbedürftig zu werden bis ich einen Anruf von meinen Freunden erhielt. Zehn Minuten später saß ich mit genau diesen Im Auto und wir sind einfach so herumgefahren (Dinge, die die Jugend von heute macht um des Lebens nicht überdrüssig zu werden …) auf durch die Nacht! Wir besuchten unseren guten Freund Mc Donalds und kauften seine Pommes. Bis sich auf einmal Deine Stimme durch die kleinen Radiolautsprecher zwängte. Es schien kurzzeitig wie ein minimalistischer Krieg zwischen Mensch und Machine! Es rauschte und Dir blieb die Stimme weg. Du gegen das Radio: Und Du hast gesiegt (YES!). Von da an saßt du angenehme 20 Minuten mit uns im Auto. Wunderbare Geschichten vor dich hinerzählend, auf den Katzenplatz – hinten mitte, gequetscht. Ich habe versucht mir im Licht der vorbeiziehenden Straßenbeleuchtung den Titel deines neuen Buches und den Termin für Dortmund auf die Arme zu schreiben. Hat super geklappt: Mein Spiegelbild sagt “ttoG .hcid fua hets hcI” (Okay das war gelogen. Aber die Worte haben sich auf meinen Armen vermehrt. Aber nicht einfach als Klone – als Neue Rasse! Danke. Auf die Pommes des Todes!

<3

Für alle, die es verpasst haben, es gern aber nicht verpasst hätten: ARD wie EinsLive selbst bieten meine Lesung aus “Das Leben ist keine Waldorfschule” als Stream an.

Ab 22.45 Uhr: EinsLive Klubbing

Und zwar mit mir, live aus dem Kultkomplexcafé im Kölner Mediapark. Zu hören im Radio oder via Livestream auf einslive.de.

Das war, das kommt

Vieles passiert in den letzten zwei Wochen, deshalb zusammengefasst: Die alljährliche Lesung in Oeynhausen war wieder wunderbar, zusammen mit Markus Freise hat derbe Spaß gemacht. +++ LMBN sprengt allmähliche jede Erwartung, die wir an unsere Lesebühne hatten: Beim dritten Mal drängten sich über 150 Zuschauer in den kleinen Club des Domicil, wir sind geflashed, vielen Dank. +++ Im FAZ Hochschulanzeiger war eine wunderbare Rezi, über die mich sehr gefreut habe. Parallel dazu haben wir Anfang April mit Das Leben ist keine Waldorfschule die 3.000er Marke bei den Verkäufen durchbrochen. Woaah, bin sehr, sehr froh, geile Sache. Danke an alle Leser und Käufer! +++ Ausgabe 3 der Cinemaxx-Veranstaltung Poetry All Stars hat uns sprachlos gelassen, ein wunderbares Fest, für uns, für die Slammer, für die Zuschauer. Yeah! Hier gibt’s Fotos!

Das kommt: Heute abend lese ich erstmals in Chemnitz, bei Turboprop, einer Veranstaltung der sehr sympathischen Claudius Nießen und Christoph Graebel, die ich bereits im Rahmen der Buchmesse kennenlernen durfte. +++ Morgen abend, Freitag, gleite ich dann dem wohl vorläufigen Karrierehöhepunkt entgegen: EinsLive Klubbing ruft und ich komme! Ab 22.45 Uhr lese ich Ausschnitte aus meinem Buch und beantworte die Fragen von Mike Litt. Ich gebe gern zu: Ich bin aufgeregt. Und freue mich. Wir hören uns!

Wenn dich andere lesen

Heute bekam ich folgende sehr erfreuliche Nachricht via myspace, die ich hier auszugsweise zitiere:

letzten sonntag, quasi gestern ;-) , habe ich dann unter meinem pseudonym “tilo hilbers” bei der lesung “Statt Tatort – DettenRockt liest!” ein paar geschichten aus deinem buch vorgelesen. (…) die leute da waren sehr begeistert von deinen geschichten. ich wurde danach dauernd gefragt, wie das buch nochmal hieße, von wem das sei, woher ich das kenne etc.

Auch die Emsdettener Volkszeitung berichtete:

Mit seiner Vorlesung aus dem Buch “Das Leben ist keine Waldorfschule” von Mischa-Sarim Verollet brachte er die Stimmung zum Überkochen. Mit Geschichten aus dem jugendlichem Leben, wie über den Ausnahmezustand während der Festivalzeit im Sommer, erzählte er pointenreich und witzig. Gewürzt mit einer Prise Ironie schaffte er es, das Publikum voll und ganz an seine Lektüre zu fesseln.

Da sag ich mal: Dankeschön!

lasdfjlasödfj

Berlin, zitty Leserlounge@Kantine Berghain (26.3.20009)

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Man merkt, dass man alt wird, wenn man sich in technisch geprägten Situationen fühlt wie einst der Vater beim Erwerb des ersten Computers. So geschehen mir und meinem Kumpel Flix bei der zitty Leserlounge in der Kantine Berghain.

Vorab: Die Lesung war großartig, wir hatten sehr viel Spaß, ein tolles Publikum und einen sehr charmanten Moderator, kurz: Ein Abend, wie er runder kaum geht. Knapp über 100 Zuschauer hatten sich in der damit vollen Kantine des Berghains eingefunden, um meinen Texten zu lauschen und Flixens Cartoons zu bestaunen. Die Stimmung war prächtig. Aber jetzt kommt der Clou, wie bereits kurz im vorigen Posting angesprochen:

Zeitgleich wurde die Lesung in die 3D-Welt Twinity übertragen, Second Life nicht unähnlich, dafür aber mit konkretem Berlinbezug. So hat die zitty in twinity ein virtuelles Redaktionsbüro und genau dort fand die, äh, Übertragung unserer Lesung statt. Die Mitarbeiter von twinity hatten 3D-Figuren von Flix und mir erstellt und diese bewegten sich zum Audiostream unseres Live-Auftritts (siehe Fotos in diesem Beitrag, per Klick vergrößern).

“facial musculature and laughing animations were almost overstrained” – the twinity times

zitty_twinity07

Der Knaller: Knapp über 30 virtuelle 3D-Zuschauer, hinter denen reale Personen an Rechnern quer durch die Bundesrepublik steckten, schauten sich über den Abend verteilt die Lesung an und – der Oberknaller – beteiligten sich sogar an der sich der Lesung anschließenden Fragerunde. So kam es dann, dass der Twinity-Mitarbeiter sich zu Wort meldete und sagte: “Sonja aus Twinity fragt: …” Wir antworteten, was Sonja per Audiostream mitverfolgen konnte und mit einem virtuellen 3D-Winker in Richtung unserer 3D-Avatare goutierte. Höhepunkt: Flix und ich riefen – völlig überfordert mit und überwältigt von diesem technischen Mindfuck – “Hallo twinity!” ins Mikro. Wie wir später erfuhren antworteten die 3D-Zuschauer tatsächlich und schrieben freundlich via Chatfunktion “Hallo Mischa, hallo Flix!” zurück. Schräg. Lustig und faszinierend, aber auch schräg. Eine definitiv sehr interessante Erfahrung, für die ich mich bei zitty und twinity bedanke und die ich nicht missen möchte. Da werde ich glaube ich noch meinen Kindern von erzählen. Aber ich hoffe, ihr twinitens (nennt man twinity-citizens so?) seid mir nicht böse, dass ich reale Lesungen nach wie vor bevorzuge, genau wie ich ebooks – im Gegensatz zu Marc – nicht so wirklich etwas abgewinnen kann.

zitty_twinity04Ach ja, auf diesem Bild kann man sehen, wie Flix und ich unserer virtuellen Gewinnerin gratulieren, die ganz unvirtuell ein echtes Buch gewann, welches ihr in ihre unvirtuelle Heimatstadt Osnabrück geschickt wird. Viel Spaß!

Berlin, Admiralspalast (21.3.09)

Zwei Lektionen habe ich im Admiralspalast am Samstag abend gelernt: Zum einen, dass es keinen Unterschied macht, ob man vor 1700 oder vor 170 Leuten auftritt – von der Bühne aus gesehen ist das alles eine Masse; angsteinflößender sind Gigs vor zehn oder weniger Menschen, weil man dann jeden einzelnen erkennt -, zum anderen, dass es nicht reicht einen guten Auftritt hinzulegen, wenn mein Kumpel Renato Kaiser gleichzeitig den Auftritt seines Lebens abliefert. Darum an dieser Stelle einen riesen dicken Glückwunsch an dich, Renato! Das war ganz groß und verdient!

Ansonsten war es insgesamt ein sehr spektakulärer Abend. Mein bisher größtes Publikum, dazu Radio- und Internet-Live-Ausstrahlung, und im Timetable vor mir tolle Künstler, die aber vom Publikum ausgebuht wurden (selbst der Mainact Klez.E blieb von Buhrufen nicht verschont). Kein Wunder, dass ich mit großer Nervosität als letzter die Bühne betrat. Und ich muss wohl nicht extra erwähnen, wie erleichtert ich war, als mein Auftritt mit großem Wohlwollen aufgenommen wurde. Die Hölle der Nacht der Talente überstanden.