Schlagwort-Archive: Tellerrand (drüber)

Alle reden über Christoph Waltz

Ich rede über August Diehl. Woaah!* Bester Mann auf dem Platz. Wenn wir den nicht bald in Hollywood sehen.

* Apropos “Woaah!”: Melanie Laurent aka Shosana.

Flix geht ab!

Flix, verehrter Comic-Dude aus Berlin und meinen Lesern bestens bekannt als Illustrator meines Buchs und gelegentlicher Lesereisenbegleiter, haut in diesen Wochen kräftig einen raus. Und alles was er macht ist wie immer äußerst empfehlenswert. Als da wäre beispielsweise:

DA WAR MAL WAS (BEISPIEL)

DA WAR MAL WAS (BEISPIEL)

Sein neues Buch Da war mal was: Erinnerungen an hier und drüben – die in meinen Augen beste Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex DDR, die ich je gelesen habe. Man sollte das Prädikat Meisterwerk nicht inflationär gebrauchen, aber wenn man bei einem deutschen Comic davon sprechen darf, dann in diesem Fall, da bin ich mir sicher. Ein Comic, der mich sehr bewegt hat. Das Buch ist eine Sammlung von kurzen Comicstrips, die er für den Tagesspiegel schrieb und zeichnete, und in denen er die ganz persönliche Geschichte oder Gedanken eines Bekannten bezüglich der DDR illustrierte – ein Beispiel nach dem Klick auf das Vorschaubild, weitere auf seiner Homepage und im dazugehörigen Themenblog DA WAR MAL WAS. Aber bevor ihr euch die Bilder einzeln und in 72dpi anguckt holt euch lieber den gebundenen und juste bei Carlsen erschienenen Comic. Oder, noch besser, fahrt nach Berlin, schaut euch die Ausstellung an der Bernauer Straße an und kauft euch danach den Comic
. Noch nie war wider dem Vergessen liebevoller bebildert.

Aber das ist noch nicht alles:

Ab sofort ist Flix zudem offizieller FAZ-Comicboy. Seit dem 28.7.2009 bringt uns unser Flix jeden Tag seine Version des Faust’schen Stoffes näher – Infos dazu hier. Zwar kann man sich auf diesen Seiten die Comicstrips auch online ansehen, aber ich empfehl euch, sie im Kontext der Zeitung zu betrachten. Im Internet verlieren die einzelnen Panels doch sehr an Gesamtwirkung. Also. Endlich mal wieder ein Grund, die FAZ zu kaufen.

Ohne Worte

Dass Arminias Schatzmeister Kentsch auf die Frage eines Radiojournalisten, ob er sich nach Arminias Niedergang auch selbst in Frage stelle, antwortet “Ich verstehe Ihre Frage nicht”, ist traurig und zeigt woran es bei Arminia mangelt – an Selbstkritik auf allen (!) Ebenen.

(Aus dem großartigen Kommentar von Sven Stickling)

Kentsch raus!

Diverses (3)

Was soll ich lang und breit schwärmen wie geil LMBN #4 war, wenn unser Gast Sträter so wunderbar auf seine unnachahmliche Art berichtet und ich aufgrund dessen Mitglied sein wollte, wäre ich es nicht schon.

Der Nachhall der EinsLive-Klubbing-Lesung hört nicht auf. In Dortmund berichtete mir jetzt eine Hebamme, sie habe während einer Geburt meinen Auftritt gehört und während die arme Gebärende in den Wehen lag derart gelacht, dass sich die Familie nicht mehr ganz ernst genommen fühlte. Damn, dafür machen wir das doch, toll!

Am Wochenende war ich in Fulda Gastreferent eines Praxisseminars des avj, zum Thema “All-Ager-Literatur”. Ich hatte nicht nur eine äußerst unterhaltsame Lesung aus meinem Buch vor Buchhändlern und Verlagsvertretern, ich durfte auch an einer Podiumsdiskussion teilnehmen und einer Diskussionsrunde beiwohnen. Interessant, der Blick über den Tellerrand. Abends las Harry Rowohlt aus Flann O’Brien, im Anschluss tranken wir ein bis drei Biere und redeten übers Catchen, Fußball und Waldorfschulen. Ein äußerst beeindruckender Vorleser und sympathischer Mensch. Allerdings ist er genau so alt wie mein Vater, sieht aber zehn Jahre älter aus. Das Rockstarleben, das Rockstarleben.

Ganz wichtig: Am 30. Mai feiert Brohmeleins Büchlein Premiere im Lichtwerk Kino zu Bielefeld. Unbedingt hingehen! Und auf den Lichtwerk-Seiten ist auch das obligatorische Promo-Video online.

Und wie ich gerade erfahre hat mich der sehr geschätzte Carlsen-Kollege Reinhard Kleist im neuen Zitty-Kinospot verewigt (ca. Minute 0:25-0:26). Toll, fühle mich sehr geehrt. Überhaupt Reinhard Kleist: Sein Graphic Novel “CASH – I see a darkness” hat mich sehr berührt und ist in meinen Augen um Längen besser als “Walk the Line”. Lese-Empfehlung!

Vor einem Jahr

Genau heute vor einem Jahr bestieg ich nichtsbösesahnend die Bühne des Bielefelder Tanztheaters Dans.Art und gab drei Texte zum Besten. Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste: Im Publikum saß – clever von meinem Freund Ralph Ruthe arrangiert – ein Lektor des Carlsen Verlags. Das war der Anfang einer ziemlich abgefahrenen Zeit.

In den letzten zwölf Monaten habe ich einiges erlebt, von dem ich zwar oft geträumt, aber kaum zu hoffen gewagt hatte, es zu erleben. Ich habe ein Buch in einem der größten Verlage Deutschlands veröffentlicht, arbeite gerade am nächsten, welches auch dort veröffentlicht wird und toure munter mit großen Augen durch die Weltgeschichte, mich zwischen Buchmesse, Radio-Shows, Solo-Touren und Poetry Slams immer wieder kneifend. Das macht sehr viel Spaß und ist genau das, was ich immer wollte. Fürs Schreiben leben. Darüber hinaus habe ich dank dieses schicksalhaften Tags vor zwölf Monaten sehr viele tolle Menschen kennengelernt, von denen ich viele mittlerweile zu meinem Freundeskreis zählen darf, Menschen, mit denen man gern Zeit verbringt und von denen man sich inspirieren lässt. Das alles zählt tatsächlich viel mehr als die Tantiemen, die solch ein Buch mit sich bringt, das ist es schließlich, was bleibt (womit Silbermonds Frage auch beantwortet wäre, da muss man doch nicht extra einen Schlager draus machen, frag doch mich).

Apropos heute vor einem Jahr: Morgen vor 150 Jahren starb Alexander von Humboldt und ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um noch mal auf das großartige Buch von Daniel Kehlmann hinzuweisen. Kein anderes Buch habe ich so oft und so gern verschlungen wie dieses und auch wenn ich mich wiederhole: Ich halte “Die Vermessung der Welt” für das Beste, was die deutsche Sprache seit Langem hervorgebracht hat. Kaufen! Lesen! Freuen!

Slumdog Millionaire. I like very much.

Neben all dem re:publica-Wahnsinn fand ich noch Zeit, begleitet von der Slam-Kollegin Charlotte (der Rest der mich charmant beheimatenden RosiSlam-Mischpoke hatte keine Zeit oder keine Lust und der Freise keine Zeit und keine Lust) in Berlin Slumdog Millionaire zu gucken. Kollege Schuster hatte ihn mir beim Frühstück in Leipzig in seiner ureigenen Art dringendst ans Herz gelegt (“!!!!!!!111111elfelf”) und so war ich sehr dankbar, in Berlin ein OmU-Kino vorzufinden (ihr wisst schon, neben dem Café Cinéma am Hakeschen Markt.)

Und wasn schöner Film. Ick hatte mich ja schon seit meiner ersten Sichtung des Trailers bei peter noster wie Bolle drauf gefreut und wurde nicht enttäuscht. OK, ich bin natürlich befangen. Danny Boyle war mit seinen Filmen der prägende Regisseur meiner Jugend (“Shallow Grave”, “Trainspotting”, “A life less ordinary”) und Adoleszenz (“The Beach” – ja, ich fand ihn tatsächlich gut) und so hat der Gute per se erstmal Vorschusslorbeeren. Und die rechtfertigte er durchaus. Der Film ist – wie der Strübing richtigerweise sagt – ein “schöner Märchenfilm”. Die Beschreibung trifft’s am besten. Das Wissen mag zwar den einen oder anderen, der sich nicht einfach nur unterhalten lassen, sondern immer alles irgendwie interpretieren muss, nicht über den einen oder anderen Logikbruch hinweghelfen. Aber wer in der Lage ist, sich für zwei Stunden fallen und unterhalten zu lassen und den überdies die PC-Mafia mit ihrem Label “Poverty-Porn” nicht verschreckt hat, den erwartet ein wunderbares, ganz famos gefilmtes Kleinod, eine so krude wie herzallerliebste Mischung aus “Das Wunder von Bern”, “City of God” und “Baz Luhrman’s William Shakespeare’s Romeo+Juliet”. Ich vergab 8 von 10 Punkten, Kollegin Charlotte zunächst 6,5 von 10, die sie auf sympathische 7 hochkorrigierte.

Ach ja: da ich schon beim deutschen Trailer einen ganz faden Geschmack im Mund bekam empfehle ich hier dringend das Orijinal!

Nennt mich altmodisch, aber das ist mir suspekt

Egal, wie lange ich schon in Sachen Internet unterwegs bin: Manchmal macht mir dieses Webzwanzig schon ein wenig Angst. Hintergrund: Heute abend sind Flix und ich Gast der Zitty Leselounge in der Kantine Berghain in Berlin. Parallel wird die Lesung in Twinity übertragen, einem virtuellen Berlin oder so. Dafür hat man von uns beiden Avatare geschaffen (die man sich hier anschauen kann) und wenn ich jetzt so darüber nachdenke, dass ich heute abend auf der Bühne stehe und lese und zeitgleich mein virtuelles Alter ego auch auf einer Bühne steht und liest und ich eigentlich überhaupt keine Kontrolle darüber habe, was der Pixelmischa so treibt und ob er mir überhaupt wirklich ähnlich sieht, und wenn ja, wie ähnlich, und wenn sehr ähnlich, ob sehr ähnlich im Sinne von OMG das macht mir jetzt Angst oder geil ähnlich im Sinne von Pro Evolution Soccer auf der PS3, also, wenn ich da so drüber nachdenke – ja, dann macht mir das ein bisschen Angst. Nennt mich altmodisch, aber das ist mir suspekt.

Nachtrag: Vielleicht habe ich es ja falsch verstanden, aber… es wird noch schräger! Here’s the deal: Unsere Lesung und wir als Avatare werden in eine Secondlifemäßige 3D-Welt übertragen, die man sich in der Zitty-Redaktion am Hakeschen Markt anschauen kann, während Flix und ich in Friedrichshain live und in persona vor Ort sind. WTF?!

Ich mag ja so Dudes die crazy Scheiß machen und Spaß dabei haben wie Bolle

Meine neue Lieblingssendung auf MTV (neben Scarred und I want to work for Diddy):

Nitro Circus – Video nach dem Klick. Eindeutig die LMBN der Stuntszene!

Zur Homepage der Dudes

OMG OMG OMG!!!!!!!!!!111

WTF?! Wie geil! Für mich als stolzer SNES-Besitzer und Super-Mario-Kart Ultra ist Herms Nachricht in Sachen Retro Gamer-Magazin unbändige Freude und Auftrag zugleich.