Schlagwort-Archive: Poetry Slam

Liebe Frau Groenewold

wenn Ihnen schon dieser Satz

“Die von den Lüftungsschächten der Klimaanlage aufgewirbelten Staubpartikel und Sakkoflusen tanzen besoffen in der schräggeschäfteten Sonnensäule, und die Luft über dem Tisch gleicht dem durchsprühten Raum über einem frisch eingeschenkten Mineralwasser.”

zu kompliziert ist, sprachmächtig erscheint und Sie – so lese ich Ihr Fazit – überfordert, bitte ich Sie inständigst, in Zukunft aus gesundheitlichen Gründen die besseren Poetry Slams und Lesebühnen dieses Landes zu meiden. Ihr Kopf könnte platzen. Die dortige Dichte solcher Sätze ist atemberaubend.

Augenzwinkernd,

Ihr Mischa-Sarim Vérollet

P.S.: Was die Relevanz des Buches und des Projekts betrifft bin ich aber ganz bei Ihnen.

P.S.: Eine aufmerksame Leserin machte mich drauf aufmerksam, dass ich Ihren Namen falsch geschrieben hatte. Asche auf mein Haupt. Sie dürfen jetzt auch mal meinen Namen falsch schreiben, als Wiedergutmachung.

Überalterung

Im Rahmen der Bielefelder Lese-Kita letzte Woche fiel mir auf, dass ich in der hiesigen Lesebühnen-Szene doch glatt immer noch der Jüngste bin. Yep, kein Scheiß. Rouvinho beispielsweise wirkt zwar frischer und jugendlicher als ich, aber tatsächlich ist er fünf oder sechs Jahre älter (das muss seine Hackfleisch-Diät sein). Ich bin nach wie vor das Nesthäkchen. Eine schöne Abwechslung zur Slam-Szene, in der die Jüngsten direkt mal zehn Jahre jünger sind als ich, aber, hey! Wo ist der Bielefelder Lesebühnennachwuchs, alterstechnisch gesehen? Ist das die viel propagierte lustlose Jugend von heute? Lieber Pokemon und Wii Sports Resort als hinsetzen, schreiben und organisieren? Schämt euch!

Kulturwald-Bericht in der NW

Kulturwald-Bericht in der NW

Ansonsten möchte ich euch den Bericht der Neuen Westfälischen aus dem Kulturwald nicht vorenthalten. Klick auf das Bild, Dude! Und wenn du jetzt immer noch nicht genug von Content, Content, Content hast, dann hier noch aus der Rubrik Opfer der Woche ein Video.

Der Vollständigkeit halber

…und weil im Gästebuch gefragt wird: Beim Open Air-Poetry Slam im Kulturwald teilten Barbara Rademacher und ich uns am Freitag abend den Sieg nach einem schönen Finale und zwei schönen Vorrunden.

Liebe Daphne

in meinem Gästebuch fragst du:

Braucht man für die Show am 31.7. Karten? Oder reicht es wenn man da so hin kommt? Wann genau isn die (Uhrzeit etc…)

Stimmt, hätte ich hier ja auch mal erwähnen können. Also, los geht es um 20 Uhr. Das kann ich dir sagen. Was ich dir nicht sagen kann ist, ob man für die Veranstaltung Karten braucht. Ich hab ehrlich gesagt überhaupt keinen Plan ob der Spaß Eintritt kostet. Bitte einmal bei den Veranstaltern nachhaken. Man sieht sich!

Darüber hinaus weise ich hier nochmal auf dieses historische Ereignis hin:

konsulatopenair

Bielefelder Highlander 2009

Wenn man Twitter Glauben schenken darf, habe ich meinen Titel bei den Bielefelder Poetry Slam-Stadtmeisterschaften im Bunker erfolgreich verteidigt. Ich freue mich sehr, der Titel in der Heimat bedeutet mir eine Menge. Danke!

Das war, das kommt

Vieles passiert in den letzten zwei Wochen, deshalb zusammengefasst: Die alljährliche Lesung in Oeynhausen war wieder wunderbar, zusammen mit Markus Freise hat derbe Spaß gemacht. +++ LMBN sprengt allmähliche jede Erwartung, die wir an unsere Lesebühne hatten: Beim dritten Mal drängten sich über 150 Zuschauer in den kleinen Club des Domicil, wir sind geflashed, vielen Dank. +++ Im FAZ Hochschulanzeiger war eine wunderbare Rezi, über die mich sehr gefreut habe. Parallel dazu haben wir Anfang April mit Das Leben ist keine Waldorfschule die 3.000er Marke bei den Verkäufen durchbrochen. Woaah, bin sehr, sehr froh, geile Sache. Danke an alle Leser und Käufer! +++ Ausgabe 3 der Cinemaxx-Veranstaltung Poetry All Stars hat uns sprachlos gelassen, ein wunderbares Fest, für uns, für die Slammer, für die Zuschauer. Yeah! Hier gibt’s Fotos!

Das kommt: Heute abend lese ich erstmals in Chemnitz, bei Turboprop, einer Veranstaltung der sehr sympathischen Claudius Nießen und Christoph Graebel, die ich bereits im Rahmen der Buchmesse kennenlernen durfte. +++ Morgen abend, Freitag, gleite ich dann dem wohl vorläufigen Karrierehöhepunkt entgegen: EinsLive Klubbing ruft und ich komme! Ab 22.45 Uhr lese ich Ausschnitte aus meinem Buch und beantworte die Fragen von Mike Litt. Ich gebe gern zu: Ich bin aufgeregt. Und freue mich. Wir hören uns!

Bremen (26.2.2009), oder: eben nicht

Aufgrund einer Person, die sich gestern abend nicht entscheiden konnte, ob sie sich nun auf den Gleisen im Raum Münster das Leben nehmen wollte oder nicht und infolgedessen Häscher und Bahnreisende stundenlang in Atem hielt, saß ich nicht nur ewig im Zug fest, sondern verpasste auch notwendige Anschlüsse, um nach Bremen zu kommen. So verpasste ich meinen Auftritt beim dortigen Poetry Slam im Tower. Habe mich echt geärgert. Die liebe Gesche smste zwar noch, ich könne ja einfach auf ein Bier vorbeikommen, ich käme auch wo unter für die Nacht, aber nach der elendigen Sitzerei hatte ich die Schnauze voll, war völlig entnervt, zudem entnässt und war deshalb froh, als ich irgendwann nach elf in meiner warmen Wanne lag. Ärgerlicher Abend.

Der ein bisschen angenehmer ausklang, als ich folgende Anzeige im Umag entdeckte:

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Oberhausen, Poetry Slam (20.2.2009)

2009 wird höchstwahrscheinlich das erste Jahr seit ’04, in dem ich mehr “richtige” Lesungen als Poetry-Slam-Teilnahmen am Ende auf dem Deckel stehen haben werde – ein nicht unangenehmer Nebeneffekt des Carlsen-Deals. So kommt es, dass ich Mitte Februar erst meinen zweiten Slam-Besuch hinter mir habe.

Dafür hab ich meine saubere Weste behalten – zweiter Slam, zweiter Sieg 2009, ua. gegen Patrick Roßkothen und dem Strauß sein U20-Schützling Stephan aus Leer. Freue mich!

Im Übrigen wird bei Jonas Jahns Slam überaus charmant abgestimmt: Jeder Zuschauer erhält ein Feuerzeug, welches er für den Slammer seiner Wahl entzünden kann. Und so kommt es, dass ich heute morgen mit Verbrennungen dritten Grades aber glücklich im Zug gen Heimat sitze.

Tja. Und noch ein Blog.

Wozu. Gute Frage. Aber eigentlich: ganz einfach. Den gemeinen blogboys-Leser interessieren meine Poetry-Slam-und-allgemeinen-Schreibeskapaden wahrscheinlich eher nicht so. Wohin also mit der überschüssigen Energie? Hierhin. Und nicht woanders. Denn da alle anderen Slammers und Slammerinnens eigene Blogs haben und ich so’n “Er so, ich also auch”-Kind bin: Le voilà. Das Mischa-Blog.