Schlagwort-Archive: Lesebühne

Liebe Frau Groenewold

wenn Ihnen schon dieser Satz

“Die von den Lüftungsschächten der Klimaanlage aufgewirbelten Staubpartikel und Sakkoflusen tanzen besoffen in der schräggeschäfteten Sonnensäule, und die Luft über dem Tisch gleicht dem durchsprühten Raum über einem frisch eingeschenkten Mineralwasser.”

zu kompliziert ist, sprachmächtig erscheint und Sie – so lese ich Ihr Fazit – überfordert, bitte ich Sie inständigst, in Zukunft aus gesundheitlichen Gründen die besseren Poetry Slams und Lesebühnen dieses Landes zu meiden. Ihr Kopf könnte platzen. Die dortige Dichte solcher Sätze ist atemberaubend.

Augenzwinkernd,

Ihr Mischa-Sarim Vérollet

P.S.: Was die Relevanz des Buches und des Projekts betrifft bin ich aber ganz bei Ihnen.

P.S.: Eine aufmerksame Leserin machte mich drauf aufmerksam, dass ich Ihren Namen falsch geschrieben hatte. Asche auf mein Haupt. Sie dürfen jetzt auch mal meinen Namen falsch schreiben, als Wiedergutmachung.

Wenn man bei YouTube

Wenn man bei YouTube “Poetry Slam” als Suchbegriff eingibt und in der “Erweiterten Suche” die Sprache “Deutsch” wählt, und wenn man dann das Suchergebnis nach “Anzahl der Aufrufe” sortiert, dann erhält man auf den ersten vier Plätzen vier junge Herren, die zufälligerweise Mitglieder der Dortmunder Lesebühne LMBN sind. Kein Scheiß!

Und wenn man dann in den Kalender sieht und entdeckt, dass heute der 4. Juni ist, dann kann man heute abend ins Domicil (Hansastraße) gehen und diese vier Jungs zzgl. DJ Nachtfalke lesen sehen. Kracher!

LMBN – Die Dortmunder Lesebühne
Sebastian 23, Sulaiman Masomi, Andy Strauß und Mischa-Sarim Vérollet
mit Musik von DJ Nachtfalke
Donnerstag, 4. Juni 2009 (das letzte Mal VOR DER SOMMERPAUSE)
20 Uhr
Domicil, Dortmund

Paderborn, Literatur überzeugt! @ tuba (8.3.09)

Paderborn, genauer: die Literaturveranstaltung Literatur überzeugt!, genauer: die tuba-Bar hieß der Ort des Tourstarts und es war toll: 60 gutdraufe Zuschauer, zwei gutdraufe Autoren (LMBN-Homie Andy Strauß und meine Wenigkeit) und zwei Stunden gutdraufe Unterhaltung. So darf’s sein. Bücher gingen auch weg wie frische Brötchen, so dass alle Beteiligten am Ende bierselig feiern durften und glücklich nach Hause gingen.

Heute abend dann Castrop-Rauxel in der Schweinebucht. Wieder LMBN 2/4, diesmal: 23 und ich.

Dortmund, LMBN @ Domicil (5.3.09)

Schwer in Worte zu fassen. Die zweite Ausgabe war magisch. Gigantisch. Unbeschreiblich. Das reichte von euch im Publikum bis zu uns auf der Bühne, kein Scheiß. Gerade die erste dreiviertel Stunde war durch die Bank – von den An- und Zwischenmoderationen über die Performance der Texte und dem Spiel mit dem Publikum bis hin zum unfassbar sympathischen, gutaussehenden und bestens aufgelegtem Publikum – das schlichtweg Beste, was ich je auf und abseits einer deutschen Lesebühne erlebt habe. Und ich habe schon viel erlebt, Keule. Ich weiß, das liest sich anmaßend. Aber im Gegenteil, diese Worte schreibe ich in Demut und tiefer Dankbarkeit, ein Teil dessen gewesen zu sein. Danke, Dortmund!

West Side Stories (1, 28.1.2009)

Welch phänomenaler Start in das Post-Wortpalast-Lesebühnen-Leben! Die West Side Stories sind erfolgreich im Bielefelder Westen angekommen. Ein mit 120 Zuschauern überfülltes Konsulat und dementsprechend bestens aufgelegte Autoren schufen gemeinsam einen sehr heiteren und schönen Abend. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle die tollen Texte meiner Kollegen, egal ob “Umag” von Ruthe, “Sie stinkt” von Goehre oder der neue Freise-Kracher, “14″ – das war toll. Gut – dass der eine oder andere Tisch durchgehend schnackte, geschenkt. Das pendelt sich ein. Sehr gefreut habe ich mich über den Besuch vieler Follower und Gefolloweten, wie beispielsweise agenturblog, janine1974, LeSven, Womke oder Bateman. Gesprächsthema #1 waren im Nachhinein übrigens die Toiletten: Rouven stellte fest, dass man dort am besten zuhören konnte und von den Mädels erfuhr man von einer Durchreiche auf Augenhöhe zwischen den Kabinen. Für gute Klogespräche oder eben auch den Notfalltampon, wie man mir erklärte. Savvas denkt eben an alles. Wunderbar! Äh, ich meine, Konsulat!