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Kuriosester Buchtitel 2009

Das Leben ist keine Waldorfschule ist auf der Longlist für den Preis des Kuriosesten Buchtitels 2009! Zuerst dachte ich nur: Yeah, watn Spaß, endlich auch mal auf einer Longlist. Und dann sah ich das hier und das hier und dachte: Wow. Gar nicht mal so übel. Ziemlich cool. Die Mitteldeutsche Zeitung bringt mein Buch sogar in Verbindung mit wildesten Spekulationen bzgl. Barbara Becker. Der Preis des Ruhms, vermute ich.

Und jetzt will ich natürlich auf die Shortlist und freue mich über eure Stimme für Das Leben ist keine Waldorfschule hier. Wählt mich (auch wenn zugegenermaßen ein oder zwei andere Kandidaten ein kleines bisschen witziger sind. Aber darum geht’s ja nicht.) Bitte. Ich guck auch lieb.

Apropos Das Leben ist keine Waldorfschule: Deichhelden.de, das Magazin der Nordseezeitung bespricht mein Buch und mag es.

Seine Geschichten sind die besten Seelentröster, wenn das Leben mal wieder richtig gemein war. Und deshalb die Wertung: Sehr gut!

Yeah!

Hansi und ich

Ich mag es, wenn Buchhändler nachdenken. Immer noch besser als Judith Hermann.

Und jetzt mal völlig ironiefrei: Das ist meine Chance, neue Zielgruppen zu erschließen! Wie P. Diddy immer sagt: Let’s go!!!!!!!!!!

Entdeckt von Micha-El Goehre

Entdeckt von Micha-El Goehre

Überalterung

Im Rahmen der Bielefelder Lese-Kita letzte Woche fiel mir auf, dass ich in der hiesigen Lesebühnen-Szene doch glatt immer noch der Jüngste bin. Yep, kein Scheiß. Rouvinho beispielsweise wirkt zwar frischer und jugendlicher als ich, aber tatsächlich ist er fünf oder sechs Jahre älter (das muss seine Hackfleisch-Diät sein). Ich bin nach wie vor das Nesthäkchen. Eine schöne Abwechslung zur Slam-Szene, in der die Jüngsten direkt mal zehn Jahre jünger sind als ich, aber, hey! Wo ist der Bielefelder Lesebühnennachwuchs, alterstechnisch gesehen? Ist das die viel propagierte lustlose Jugend von heute? Lieber Pokemon und Wii Sports Resort als hinsetzen, schreiben und organisieren? Schämt euch!

Kulturwald-Bericht in der NW

Kulturwald-Bericht in der NW

Ansonsten möchte ich euch den Bericht der Neuen Westfälischen aus dem Kulturwald nicht vorenthalten. Klick auf das Bild, Dude! Und wenn du jetzt immer noch nicht genug von Content, Content, Content hast, dann hier noch aus der Rubrik Opfer der Woche ein Video.

Verbrennt mehr Kindles

Hätte ich auch nie gedacht, dass ich das mal sage, aber ich sag’s: Bin ganz dem Lance seiner Meinung. So isses! Bin ja früher, als der Michi noch fuhr, jeden Sonntag aufgestanden, um Formel 1 zu gucken. Den Michi, den mochte ich als Fahrer. Im Gegensatz zu diesem ganzen verwöhnten jungen Fahrergemüse von heute. Der Michi, das war noch ein Fahrer. Sprich: Ich hab jetzt Sonntags wieder was vor. Wenn ich nicht schon was vor habe.

Am Mittwoch feierte Bielefelds gesammeltes Autorenkartell bei unserem Lieblings-Griechen (im Sinne von Grieche, nicht griechisches Restaurant) die erste große Lesebühnensause. Nach jahrelanger Feindschaft und unzähligen Toten ein bewegender Augenblick. Sacha Brohm lässt den Abend Revue passieren und enthüllt, dass Lampe genauso knapp einer Katastrophe entgangen ist wie die Menschen gestern abend in der Dunlopstraße in Bielefeld-Sennestadt.

Tja, und heute abend geht der Spaß genauso munter weiter. Junge Menschen lesen irgendwo im Wald. Ausgerechnet ich, der ja die Natur eher so ein bisschen hasst. Aber nun gut. Brackwede soll’s sein.

Abschließend noch was zur Überschrift. An alle Überschriften-schnell-scannen-kurz-trollen-und-wieder-weiter-surfer: Da steht nicht Kinder! Kindle steht da. Das ist dieses satanische Teufelszeug. Ich hasse E-Books! Sie sind der Untergang des Abendlandes, und zwar immer zwei Mal mehr als Lady Gaga. Ich bin da total anderer Meinung als zum Beispiel der Marc (dessen Blog ich aber um Gottes Willen nicht deshalb boykottiere, sondern erst seitdem er ohne jegliche Vorwarnung auf seiner Startseite Spinnencontent hatte. Ich zittere immer noch). Wo war ich. Ach ja. Ich hasse E-Books. Da fehlt mir die Haptik, die Athmosphäre. Ich liebe es, Menschen zu besuchen, sie pauschal vorab zu hassen, um sie dann nach einem Blick auf einen prall gefüllten Bücherschrank wieder lieb zu gewinnen. Ein Buch gehört auf Papier und in einen Umschlag. Wenn ich mir nur mal so als Beispiel Foers zeitloses Meisterwerk als E-Book vorstelle kotze ich meinem Mitbewohner heute abend noch ins Zimmer. Furchtbar. Und dann diese Argumente. Toll, jetzt braucht man keine tonnenschweren Bücher mehr zur Uni / Schule / Gerichtstermin schleppen. An die bald arbeitslosen Mitarbeiter von Amigo, Scott und 4You denkt wieder niemand.

E-Books sind keine Bücher. Insofern darf ich – um mal einen Zusammenhang herzustellen – mit einem Seufzer verkünden, dass es mein Buch “Das Leben ist keine Waldorfschule” demnächst als kein Buch, sprich: E-Book, gibt. Zum Glück aber auch noch in Echt. So zum inne Hand nehmen. Glaub aber ohnehin nicht, dass irgendjemand mein E-Bxxxxxxxxk kauft. Falls sich die E-Bxxxxxk-Fassung aber tatsächlich wider Erwarten mehr als 70 mal verkaufen sollte (was knapp unter 1 % der Gesamtverkaufssumme meines Buches entspräche), bin ich gern Hure. Whatever.

Liebe Daphne

in meinem Gästebuch fragst du:

Braucht man für die Show am 31.7. Karten? Oder reicht es wenn man da so hin kommt? Wann genau isn die (Uhrzeit etc…)

Stimmt, hätte ich hier ja auch mal erwähnen können. Also, los geht es um 20 Uhr. Das kann ich dir sagen. Was ich dir nicht sagen kann ist, ob man für die Veranstaltung Karten braucht. Ich hab ehrlich gesagt überhaupt keinen Plan ob der Spaß Eintritt kostet. Bitte einmal bei den Veranstaltern nachhaken. Man sieht sich!

Darüber hinaus weise ich hier nochmal auf dieses historische Ereignis hin:

konsulatopenair

Portrait im Deutschlandradio

Gestern um 10.50 lief im Deutschlandradio lief ein nettes kleines Portrait über mich. Und was so Internet angeht, sind die ÖffRechtis ja fit: Der Stream ist bereits online und kann hier (hier direkt) abgerufen werden.

Er trägt eine dunkle Sonnenbrille und sieht unnahbar-cool aus, trotz seiner bunten Kapuzenjacke. Sein kräftiger Körperbau, die wilden langen Locken und der Vollbart geben dem 27-Jährigen etwas von einem Rocker.

Nachts im Museum

Judith Hermann ist ja echt mal hässlich. Fällt mir dieser Tage so auf. Sie sieht ein bisschen aus wie die selbstgemachte Wachsfigur von Virginia Woolf in einem Allgäuer Wachsfigurenkabinett, welches von einem sympathischen Rentnerehepaar als kleiner Nebenerwerb betrieben wird und in der Nebensaison meist geschlossen bleibt. Passt ja auch gut zu ihrer Hinterwäldlermentalität. Und natürlich bin ich nur neidisch, weil die gute Frau Hermann eine Startauflage in Höhe von 100.000 Exemplaren ihrer neuen Feuilleton-Bettlektüre hat.

Aber das wollte ich eigentlich gar nicht erzählen. In naher Zukunft kommt der zweite Teil von Ben Stillers herrlichem Klamauk Nachts im Museum ins Kino. Garantiert kein Meisterwerk – war der erste Teil auch nicht – aber genau die Sorte absurden Spaßes, an der ich meine helle Freude finden kann. Ich meine, wer hat sich das als kleiner Junge nicht vorgestellt, dass diese ganzen langweiligen Museumsstücke zum Leben erweckt werden. Und wenn ich ganz ehrlich bin: Genau das geht mir heute nach wie vor durch den Kopf, wenn ich von irgendwem ins Museum gezerrt werde.

Aber das wollte ich eigentlich auch gar nicht erzählen. Eigentlich wollte ich nur kurz erwähnen, dass am Samstag die sehr sympatische Lange Lesenacht in der Oranienstraße vonstatten geht und ich um 0 Uhr die Ehre habe, im Max&Moritz lesen zu dürfen. Wer kommen mag, soll kommen. Eintritt frei.

Das war, das kommt

Vieles passiert in den letzten zwei Wochen, deshalb zusammengefasst: Die alljährliche Lesung in Oeynhausen war wieder wunderbar, zusammen mit Markus Freise hat derbe Spaß gemacht. +++ LMBN sprengt allmähliche jede Erwartung, die wir an unsere Lesebühne hatten: Beim dritten Mal drängten sich über 150 Zuschauer in den kleinen Club des Domicil, wir sind geflashed, vielen Dank. +++ Im FAZ Hochschulanzeiger war eine wunderbare Rezi, über die mich sehr gefreut habe. Parallel dazu haben wir Anfang April mit Das Leben ist keine Waldorfschule die 3.000er Marke bei den Verkäufen durchbrochen. Woaah, bin sehr, sehr froh, geile Sache. Danke an alle Leser und Käufer! +++ Ausgabe 3 der Cinemaxx-Veranstaltung Poetry All Stars hat uns sprachlos gelassen, ein wunderbares Fest, für uns, für die Slammer, für die Zuschauer. Yeah! Hier gibt’s Fotos!

Das kommt: Heute abend lese ich erstmals in Chemnitz, bei Turboprop, einer Veranstaltung der sehr sympathischen Claudius Nießen und Christoph Graebel, die ich bereits im Rahmen der Buchmesse kennenlernen durfte. +++ Morgen abend, Freitag, gleite ich dann dem wohl vorläufigen Karrierehöhepunkt entgegen: EinsLive Klubbing ruft und ich komme! Ab 22.45 Uhr lese ich Ausschnitte aus meinem Buch und beantworte die Fragen von Mike Litt. Ich gebe gern zu: Ich bin aufgeregt. Und freue mich. Wir hören uns!

Wenn dich andere lesen

Heute bekam ich folgende sehr erfreuliche Nachricht via myspace, die ich hier auszugsweise zitiere:

letzten sonntag, quasi gestern ;-) , habe ich dann unter meinem pseudonym “tilo hilbers” bei der lesung “Statt Tatort – DettenRockt liest!” ein paar geschichten aus deinem buch vorgelesen. (…) die leute da waren sehr begeistert von deinen geschichten. ich wurde danach dauernd gefragt, wie das buch nochmal hieße, von wem das sei, woher ich das kenne etc.

Auch die Emsdettener Volkszeitung berichtete:

Mit seiner Vorlesung aus dem Buch “Das Leben ist keine Waldorfschule” von Mischa-Sarim Verollet brachte er die Stimmung zum Überkochen. Mit Geschichten aus dem jugendlichem Leben, wie über den Ausnahmezustand während der Festivalzeit im Sommer, erzählte er pointenreich und witzig. Gewürzt mit einer Prise Ironie schaffte er es, das Publikum voll und ganz an seine Lektüre zu fesseln.

Da sag ich mal: Dankeschön!

lasdfjlasödfj

Berlin, zitty Leserlounge@Kantine Berghain (26.3.20009)

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Man merkt, dass man alt wird, wenn man sich in technisch geprägten Situationen fühlt wie einst der Vater beim Erwerb des ersten Computers. So geschehen mir und meinem Kumpel Flix bei der zitty Leserlounge in der Kantine Berghain.

Vorab: Die Lesung war großartig, wir hatten sehr viel Spaß, ein tolles Publikum und einen sehr charmanten Moderator, kurz: Ein Abend, wie er runder kaum geht. Knapp über 100 Zuschauer hatten sich in der damit vollen Kantine des Berghains eingefunden, um meinen Texten zu lauschen und Flixens Cartoons zu bestaunen. Die Stimmung war prächtig. Aber jetzt kommt der Clou, wie bereits kurz im vorigen Posting angesprochen:

Zeitgleich wurde die Lesung in die 3D-Welt Twinity übertragen, Second Life nicht unähnlich, dafür aber mit konkretem Berlinbezug. So hat die zitty in twinity ein virtuelles Redaktionsbüro und genau dort fand die, äh, Übertragung unserer Lesung statt. Die Mitarbeiter von twinity hatten 3D-Figuren von Flix und mir erstellt und diese bewegten sich zum Audiostream unseres Live-Auftritts (siehe Fotos in diesem Beitrag, per Klick vergrößern).

“facial musculature and laughing animations were almost overstrained” – the twinity times

zitty_twinity07

Der Knaller: Knapp über 30 virtuelle 3D-Zuschauer, hinter denen reale Personen an Rechnern quer durch die Bundesrepublik steckten, schauten sich über den Abend verteilt die Lesung an und – der Oberknaller – beteiligten sich sogar an der sich der Lesung anschließenden Fragerunde. So kam es dann, dass der Twinity-Mitarbeiter sich zu Wort meldete und sagte: “Sonja aus Twinity fragt: …” Wir antworteten, was Sonja per Audiostream mitverfolgen konnte und mit einem virtuellen 3D-Winker in Richtung unserer 3D-Avatare goutierte. Höhepunkt: Flix und ich riefen – völlig überfordert mit und überwältigt von diesem technischen Mindfuck – “Hallo twinity!” ins Mikro. Wie wir später erfuhren antworteten die 3D-Zuschauer tatsächlich und schrieben freundlich via Chatfunktion “Hallo Mischa, hallo Flix!” zurück. Schräg. Lustig und faszinierend, aber auch schräg. Eine definitiv sehr interessante Erfahrung, für die ich mich bei zitty und twinity bedanke und die ich nicht missen möchte. Da werde ich glaube ich noch meinen Kindern von erzählen. Aber ich hoffe, ihr twinitens (nennt man twinity-citizens so?) seid mir nicht böse, dass ich reale Lesungen nach wie vor bevorzuge, genau wie ich ebooks – im Gegensatz zu Marc – nicht so wirklich etwas abgewinnen kann.

zitty_twinity04Ach ja, auf diesem Bild kann man sehen, wie Flix und ich unserer virtuellen Gewinnerin gratulieren, die ganz unvirtuell ein echtes Buch gewann, welches ihr in ihre unvirtuelle Heimatstadt Osnabrück geschickt wird. Viel Spaß!