Sebastian 23 hat alles richtig gemacht. Er wohnt nur mit Frauen zusammen. Das steht nicht nur in der aktuellen PRINZ (Ruhrgebiet), es stimmt, ich habs ausprobiert. Die einzigen anderen Männer die ich in der Bude jemals gesehen habe, waren Co-Slammer, Partner der WG-Frauen oder der fiese Schwarzschimmel an der Badezimmerdecke. Kurz: Nicht nur aufgrund der hohen Frauendichte herrscht dort eine angenehm pudelwohlfühlige Athmosphäre, ja, man ist beinahe gewillt sich die Gurken aufs Auge statt aufs Brot zu legen, und die Tatsache, dass ich den ganzen heutigen Morgen auf der IKEA-Homepage verbracht habe schreibe ich genau diesem Umstand zu.
Um dem I sein Tüpfelchen aufzusetzen hatte 23’s spanische Mitbewohnerin eine französische Freundin zu Besuch, und wir kamen uns beim Frühstück – am Morgen nach der schönen Lesung in Castrop-Rauxel – vor wie auf Interrail oder am Brunnen am Picadilly Circus. Die beiden unterhielten sich wahlweise auf Spanisch oder Französisch, oder auf Englisch wahlweise mit französischem oder spanischem Akzent. Ein Genuss, besser als jedes Hörbuch. Wir – 23 und ich – hielten uns dezent im Hintergrund, lauschten andächtig, entzückt. Wer noch nie unter einem solchen audiophilen Eindruck gefrühstückt hat, hat noch nie gefrühstückt.


3 Antworten bis hierher ↓
Rouven // 11. März 2009 um 10:41
In meinen ersten fünf Jahren in Bielefeld habe ich ebenfalls nur mit Frauen zusammen gewohnt. Habe ich damals auch alles richtig gemacht und jetzt nicht mehr?
mischa // 11. März 2009 um 13:39
Richtig!
Rouven // 13. März 2009 um 11:09
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